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Grundsätzliches

Wasserversorgung mit verschmutztem Flusswasser

Eine der Hauptursachen von (v. a. bedrohlichen Infektions-) Krankheiten und hoher Kindersterblichkeit in großen Teilen der Welt ist die schlechte Versorgung mit sauberem Trinkwasser.

In manchen Gegenden gibt es durchaus genügend Wasser, was aber nicht heißt, dass auch genügend sauberes Trin­k­wasser zur Verfügung steht. Viele Menschen auf dem Lande sind zum Beispiel auf das Wasser der Dorfweiher angewiesen, die vom Regen gespeist werden und gleichzeitig als Tränke für Tiere und als Waschplatz dienen. Die tropischen Temperaturen ver­wandeln sie schnell zu gefährlichen Bakterienherden. Ähnliches gilt für verunreinigte Bäche und Flüsse.

Nur eine ausreichende Versorgung der Landbevölkerung mit sauberem Trinkwasser kann diesen Teufelskreis durchbrechen. Sauberes Trinkwasser als Gesundheitsvorsorge ist damit auch deutlich wirkungsvoller und kostengünstiger als das Kurieren von Erkrankungen.

Das Schleppen von Wasser ist meistens Arbeit der Frauen

 

Neben dem gesundheitlichen Aspekt gibt es auch ökologische und ökonomische Argumente für die Verfügbarkeit von ausreichend Wasser, so zum Beispiel die dadurch bedingte Schonung des Tropenwaldes, was sich wiederum auf das globale Klima auswirkt.


Die Landarbeiter haben einen Grund mehr, sich an einem Ort für längere Zeit niederzulassen.  Sie beuten das Land nicht mehr aus (durch Brandrodung, Monokulturen und Wanderfeldbau), um mit dem erwirtschafteten Verdienst so schnell wie möglich in die Stadt ziehen zu können (Landflucht), sondern nutzen ihr eigenes Land nachhaltig und ökologisch maßvoll durch Anbau von Mischkulturen für den Eigenbedarf

 

Durch ausreichend verfügbares Wasser wird es also auch für einen Bauern beispielsweise möglich, Bäume anzupflanzen, die erst in etlichen Jahren, ggf. auch erst in der nachfolgenden Generation seiner Kinder, Ertrag abwerfen. 

 

Diese Sicherung von Existenzen im ländlichen Bereich hilft wiederum, den typischen Verlauf einer Verelendung in den Slums von Großstädten zu verhindern.